«DAMPF Blümlisalp – eine abenteuerliche Geschichte vom Thunersee» war ein voller Erfolg und kehrt ins Theater Grimaldi in Hünibach zurück.
«Einige Fans sind schon mehrmals gekommen»
Michael Klemm, am 7. November feierte das Grimaldi Theater in Hünibach seine Premiere mit dem Singspiel «DAMPF Blümlisalp – eine abenteuerliche Geschichte vom Thunersee». Wie ist es gelaufen?
Also, eine Premiere mit gleichzeitiger Theatergründung ist immer aufreibend. Aber ich muss sagen, dass es wirklich gut geklappt hat. Es lief einfach rund.
Und wie kam dieses Singspiel beim Publikum an?
Ganz ehrlich: Das Publikum war wirklich begeistert. Es gab extrem viele Bravos. Das war für uns alle ein absolut tolles Gefühl.
Eine abenteuerliche Geschichte vom Thunersee – das passt ja auch zum Theater Grimaldi. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dieses Abenteuer zu wagen?
Ich bin vor zwei Jahren mit der Blümlisalp gefahren und war völlig begeistert. Dann habe ich diese dramatische Geschichte gelesen und dachte mir sofort: Das ist ein Riesenthema für die Region. Da mache ich was draus. Und da ich auch Musiker und Komponist bin, war klar: Das wird ein Musiktheater.
«Zwei wie Bonnie und Clyde»: Michael Klemm und seine Frau Nadja Winter spielen «die zwei Blindgänger».
Wieso landeten Sie ausgerechnet am Thunersee?
Ich, meine Frau Nadja und unser Hund Johnny sind aus dem Wallis hierher gezogen, weil es so traumhaft schön ist.
Vielleicht haben Sie es schon bemerkt: Wir Schweizer – speziell die Berner Oberländer – sind nicht besonders begeisterungsfähig. Ist das ein Problem für Sie?
Nein, überhaupt nicht. Ich habe immer Theater in der Provinz gegründet. Berlin, Zürich oder München kann jeder. Jede Provinz ist eine besondere Herausforderung. Man lernt die Eigenheiten der Menschen kennen. Grossstädte sind Hüpfburgen zum Ausprobieren – doch das habe ich längst hinter mir.
Was hat Sie bis jetzt positiv überrascht?
Die dezente Begeisterung der Leute. Und einige sind schon mehrmals gekommen.
Ihr Vertrag dauert fünf Jahre. In der fünften Spielzeit sind Sie 77 Jahre alt. Keine Angst vor der Belastung?
Solange mich die göttliche Kraft lässt und begleitet – kein Problem.
Bieten Sie Ihr Theater auch für andere Kunstformen wie Stand-up-Comedy oder Slam Poetry an?
Das Theater ist offen für alles. Zudem planen wir eine Theaterschule.
Derzeit steht «Zwei wie Bonnie und Clyde» auf dem Programm. Eine völlig andere Story als «DAMPF». Wie bringen Sie diese «Welten» unter einen Hut?
Wir sind Theaterleute, wir müssen flexibel sein.
Verkörpern Sie und Ihre Partnerin Nadja Winter das weltbekannte Gangsterpaar?
Ja, wir spielen zwei Blindgänger, die glauben, wie Bonnie und Clyde zu sein. Das funktioniert aber leider nicht.
«DAMPF – Blümlisalp» kommt im Frühjahr zurück. Was folgt danach?
Wir planen ein Sommertheater in der Region – wir müssen nur noch einen geeigneten Platz finden, wer weiss was?
Hätten Sie einen Wunsch offen, wie würde der lauten?
Mein persönlicher Wunsch: Gesundheit und Kraft, um «das Ding» bis zum Schluss gut durchzuziehen.
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