Anlaufstelle für alle Hobbygärtner und Gartenfans: Die Gartenbauschule Hünibach.

Grüne Tipps von KI und der Gartenbauschule

Wir wollten von der künstlichen Intelligenz (KI) wissen, wie Sie Ihren Garten optimal für die neue Saison vorbereiten. Diese Tipps wurden von den Fachleuten der Gartenbauschule Hünibach (GSH) ergänzt.
BEETE AUFRÄUMEN UND SÄUBERN

KI: Entfernen Sie Laub und abgestorbene Pflanzenteile erst, wenn die Temperaturen dauerhaft über 4 Grad liegen, um Nützlinge zu schützen.
GSH: «Im Herbst schützen, im Frühling starten» ist das Motto. Wenn kein starker Frost mehr zu erwarten ist, sollten abgestorbene Pflanzenteile zurückgeschnitten, Unkraut entfernt, der Boden gelockert und Kompost eingearbeitet werden. Das Mulchen von Staudenpflanzungen ist zudem eine der effektivsten Massnahmen, um den Boden und die Pflanzen langfristig gesund zu halten. 

RÜCKSCHNITT VON STAUDEN UND GRÄSERN

KI: Schneiden Sie vertrocknete Vorjahrestriebe bodennah zurück, bevor der neue Austrieb beginnt.
GSH: Der Rückschnitt von Stauden und Gräsern ist wichtig, da alte Triebe den Austrieb bremsen. Kranke oder abgestorbene Pflanzenteile sollten entfernt werden. Gräser schützen sich im Winter selbst vor Frost und werden daher erst vor dem Austrieb im März/April zurückgeschnitten.

ROSENSCHNITT ZUR FORSYTHIENBLÜTE

KI: Sobald die Forsythien blühen, ist der ideale Zeitpunkt, um Ihre Rosen zurückzuschneiden.
GSH: Diese Faustregel stimmt, doch der ideale Schnittzeitpunkt für Rosen hängt auch von der Rosengruppe ab.

BODEN VORBEREITEN

KI: Lockern Sie die Erde vorsichtig mit einer Grabegabel auf und arbeiten Sie reifen Kompost (ca. 3 Liter pro m²) ein, um Nährstoffe zu liefern.
GSH: Die Bodenvorbereitung ist im Garten einer der wichtigsten Schritte überhaupt, oft sogar entscheidender als die Pflanzenauswahl selbst. Gesunder Boden = gesunde Pflanzen. Achtung: Nach dem Aufräumen der Gartenbeete Boden nur lockern, nicht umgraben. Danach Kompost einarbeiten oder als Mulchschicht auftragen.

Der Lernende Marius checkt den Garten vor dem Verwaltungsgebäude der Gartenbauschule Hünibach.

FRÜHLINGSFEST MIT EINPFLANZSERVICE

Einzigartiger Einpflanzservice: Einfach die eigene Balkonkiste mitbringen, die gewünschten Pflanzen auswählen und vom Profi bepflanzen lassen.

Freitag, 24. April, ab 14 Uhr

  • Kinderfest bis 17 Uhr mit Schminken, Glücksfischen, Büchenwerfen, Barfussweg und mehr
  • Gartenideen und Beratung
  • Pommes, Bratwurststand, Barbetrieb ab 17 Uhr

Samstag, 25. April, 9 bis 16 Uhr

  • Betriebsführungen, Referat Hanspeter Latour (10.30 Uhr)
  • Barbetrieb ab 11 Uhr
  • Konzert Schülerband aus Hünibach, 13.30 Uhr
  • Gartenideen und Beratung
  • Kinderecke mit «Juna Alpendohlen»
  • Pommes und Bratwurststand
  • Märit und Degustation
FRÜHJAHRS-DÜNGUNG

KI: Geben Sie Stauden und Gehölzen einen organischen Startdünger, sobald das Wachstum einsetzt.
GSH: Stimmt.

RASENPFLEGE STARTEN

KI: Befreien Sie den Rasen von Laub, mähen Sie ihn bei ca. 15 Grad Lufttemperatur und düngen Sie ihn. Vertikutieren erst im Mai.
GSH: Bei vermoostem oder verfilztem Rasen empfiehlt sich das Vertikutieren. Anschliessend mit Rasenerde und einem Startdünger in die Saison starten. Beim Vertikutieren nach Mitte April sind die Bodentemperaturen oft schon zu hoch, wodurch das Beikraut optimale Bedingungen zum Keimen und Wachsen hat.

UNKRAUT FRÜHZEITIG ENTFERNEN

KI: Jäten Sie unerwünschte Wildkräuter direkt beim ersten Austrieb, damit sie sich nicht weiter vermehren.
GSH: Je früher es entfernt wird, desto weniger entzieht es deinen Pflanzen Ressourcen.

VORKULTUR AUF DER FENSTERBANK

KI: Wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten oder Zucchini im Haus vorziehen.
GSH: Darauf achten, dass die Gefässe nicht auf der Heizung stehen und keine direkte Sonne abbekommen.

ERDE FÜR DIE BALKONKISTE

KI: Eine nährstoffreiche Balkon- oder Blumenerde, die Wasser gut speichert, aber keine Staunässe verursacht.
GSH: Die Erde muss an die Bepflanzung angepasst werden. Beispiel: Steingarten.

DÜNGUNG IN DER BALKONKISTE

KI: Pflanzen in der Balkonkiste brauchen eine regelmässige Düngung, da die Nährstoffe im begrenzten Erdvolumen schnell aufgebraucht sind.
GSH: Zu Beginn der Saison gibt man am besten einen festen Langzeitdünger in die Kisten. Während der Saison ist es wichtig, regelmässig nachzudüngen. Dafür eignet sich ein flüssiger Mehrnährstoffdünger besonders gut.

GEHÖLZE UND STAUDEN PFLANZEN

KI: Der März ist die ideale Zeit, um neue winterharte Pflanzen zu setzen, solange der Boden frostfrei ist.
GSH: Für Gehölze ist die beste Pflanzzeit im Herbst nach dem Laubfall (Oktober/November).

GARTENGERÄTE PRÜFEN

KI: Checken Sie Scheren, Schaufeln und Rasenmäher auf Funktionsfähigkeit und Schärfe, bevor die Arbeit beginnt.
GSH: Gut gewartete Geräte und Maschinen haben eine längere Lebensdauer und verursachen weniger Schäden, das kommt auch der Pflanzengesundheit zugute. Zudem arbeitest du damit sicherer und effizienter.

gsh.ch

BILDUNG UND NATURNAHER GARTENBAU STEHEN IM FOKUS

In der Lehrwerkstatt der Gartenbauschule Hünibach (GSH) werden 54 Ausbildungsplätze zum / zur Gärtner:in EFZ oder EBA sowie die einjährige Vorlehre angeboten.

«Unsere Schule steht allen offen, die Interesse an biologischem Gartenbau haben und Wert auf eine solide, breit gefächerte Berufsbildung legen», betont Karin Holdener, Leiterin Bildung der Gartenbauschule Hünibach, im Gespräch mit der «SEE-SYTE. «Wir kultivieren und verkaufen Bio-Pflanzen in Demeter-Qualität und gestalten naturnahe Gärten aus Überzeugung, denn wir wollen als Menschen die Verantwortung der Erde gegenüber wahrnehmen. Während der Lehrzeit sind die Auszubildenden Teil einer Gemeinschaft, die den bewussten Umgang mit Natur und Umwelt pflegt.»

EXKLUSIVER BIO-KURS

Als einzige Berufsschule in der Schweiz bietet die Gartenbauschule Hünibach den Zertifikatslehrgang «Biologisches und biodynamisches Gärtnern» an. Diesen Lehrgang absolvieren die Auszubildenden im Rahmen ihrer Ausbildung zum / zur Gärtner:in EFZ zusätzlich.

DIE LEHRWERKSTATT

Lehrwerkstätten sind Vollzeitschulen, in denen an vier Tagen pro Woche praktisch gearbeitet wird. Im Vergleich mit einer Berufslehre stehen die Auszubildenden und ihre jeweiligen Interessen stärker im Zentrum. «Die GSH bietet eine aussergewöhnlich vielfältige und fachlich fundierte Ausbildung an», so Karin Holdener. «Nach der Ausbildung in der GSH sind die Teilnehmenden als Spezialist:in für biologischen, biodynamischen und naturnahen Gartenbau bestens gerüstet für eine Berufstätigkeit in der grünen Branche.» Allerdings verdienen die Auszubildenden in einer Lehrwerkstätte keinen Lohn, bekommen dafür aber viel mehr Raum für die fachliche Ausbildung in Theorie und Praxis.

ALLES UNTER EINEM DACH

Die Gartenbauschule Hünibach bildet eine Gemeinschaft von rund 50 Lernenden und ebenso vielen Mitarbeitenden, die hier lernen, lehren und arbeiten. In der Mensa wird saisonale Bio-Kost angeboten.

VORAUSSETZUNGEN

Interessierte können bei der GSH die dreijährige Ausbildung direkt nach der Schule oder auch später absolvieren. Wer einen erfolgreichen Gymi-Abschluss, eine Fachmittelschule oder eine abgeschlossene Berufsbildung vorweisen kann, macht die verkürzte Ausbildung in zwei Jahren. Interessenten mit erschwerten Einstiegsbedingungen oder besonderen Bedürfnissen profitieren bei der GSH von einer individuelle Begleitung. Neben der EFZ-Lehre bietet die GSH die EBA-Lehre und eine 1-jährige Vorlehre an.

Alle Infos zu Lehrstellen und Weiterbildung: gsh.ch

Annalea Schloeth, schneidet auf dem eigenen Blumenfeld im Aebnit Blumen.

1000 BIO-ARTIKEL AN 7 TAGEN PRO WOCHE

In Hünibach führt die Gartenbauschule einen öffentlichen Selbstbedienungs-Bioladen mit über 1000 Artikeln des täglichen Gebrauchs. An sieben Tagen pro Woche verkauft die GSH von 5 bis 23 Uhr eine grosse Auswahl an Bio- Gemüse, Gewürzmischungen, Konfitüren, Saucen und vielem mehr – hergestellt vom Küchenteam der hauseigenen Mensa. Zudem sind täglich frische Bro- und Backwaren aus der eigenen Küche im Angebot.